Befristung des Arbeitsvertrags

Nach § 14 Abs. 1 Satz 2  Nr. 1 TzBfG darf der Arbeitsvertrag aus sachlichen Gründen befristet werden. Ein sachlicher Grund liegt vor, wenn der betriebliche Bedarf an der Arbeitsleistung nur vorübergehend besteht. Ein vorübergehender Beschäftigungsbedarf kann sowohl durch einen  vorübergehenden Anstieg des Arbeitsvolumens entstehen als auch durch die Übernahme eines Projekts oder einer Zusatzaufgabe, für deren Erledigung das vorhandene Stammpersonal nicht ausreicht. Das hat das Bundesarbeitsgericht  in einem neuen Urteil entschieden (Urteil vom 27.7.2016  – 7 AZR 545/14).

Streit kann darüber entstehen,  in welchen Fällen es sich um eine Zusatzaufgabe handelt. Wir müssen davor warnen, die Daueraufgaben in vermeintlich eigenständige „Projekte“ aufzuteilen. Andererseits kann der Arbeitgeber entscheiden, ob er den Arbeitnehmer für die gesamte Dauer des Projekts oder nur für eine geringere Zeitspanne einstellt.